Nach viel Entspannung und Ruhe ging es wieder in die Stadt. Unseren Van konnten wir am Festland in San Giuliano auf einem Platz abstellen. Von dort aus fuhren Busse, eine Tram und Fähren rüber. Wir sind immer mit der Tram gefahren, so ging es am schnellsten. In Venedig angekommen ging es am Piazzale Roma direkt los mit den ersten Brücken. Davon gibt es hier übrigens um die 400. So romantisch diese Brücken auch sind, nach einem ganzen Tag zu Fuß in Venedig ist man dann ganz schön platt. Zuerst dachten wir, die Stadt wäre überbewertet und selbst im Moment noch überfüllt mit Touristen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall diese wunderschöne Stadt zu besuchen, erst recht unter den derzeitigen Umständen. Wir haben zwar keinen Vergleich aber es wirkte relativ leer und überschaubar. Selbst in den vielen engen Gassen, hatten wir selten das Problem, dass uns jemand zu nahe kam. Die schönste Sicht hat man auf jeden Fall von der bekannten Rialto Brücke.

Als wir die erste Brücke überquert hatten, haben wir uns einfach treiben lassen. Wir hatten kein genaues Ziel und selbst in der allerletzten Ecke sah es noch schön aus. Irgendwann kamen wir dann aber am Markusplatz an. Dort steht der pompöse Dom, der Dogenpalast und der Markusturm. Alle drei Bauten sind sehr prachtvoll und mächtig. Am Markusplatz legen auch viele Boote und Schiffe an. Boote sind generell so ziemlich das einzige Transportmittel auf der Insel. Autos dürfen den historischen Teil nämlich nicht befahren und es wäre in den vielen engen Gassen auch gar nicht möglich. In den kleinen Kanälen fahren die bekannten Gondeln, uns war eine Fahrt für 80€ dann aber doch zu teuer. Als Alternative gibt es noch Wassertaxis und Linienschiffe. Wir sind am zweiten Tag mit der Linie 1 vom Piazzale Roma bis zum Markusplatz gefahren und man hat die Stadt nochmal aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt.

Was das Essen und Trinken angeht, muss man sehr achtsam sein, denn die Preise schwanken ziemlich doll. Um den Markusplatz ist alles sehr teuer aber wenn man weiter abseits ist, sind die Preise total in Ordnung. Wir haben für ein Essen knapp 35€ gezahlt. Was natürlich nicht fehlen durfte, war ein Aperol Spritz, das Nationalgetränk hier. In den vielen Souvenirläden gab es immer Karnevalsmasken und zuerst wussten wir gar nicht, was es damit auf sich hatte. Jetzt wissen wir aber, dass Venedig auch bekannt für seinen historischen Karneval ist, der sich in den mittelalterlichen Fürstenhöfen entwickelte. Er wird immer noch jedes Jahr groß gefeiert. 

Nach dem vielen Trubel haben wir dann festgestellt, dass Venedig zwar eine echt schöne Stadt ist aber ein oder zwei Tage völlig genügen, um sie kennenzulernen. Die drei Tage, die wir dort waren, sind dann doch etwas viel gewesen. Umso mehr haben wir uns auf Ancona gefreut, wo uns Strand und Meer erwartet. 

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